Seien Sie bitte mit Ihren empfangenen E-Mails in diesen Tagen besonders vorsichtig. Der sich seit Monaten verbreitende Trojaner Emotet wird immer schwerer erkennbar.

Durch das Eindringen in Unternehmens- oder Verwaltungsnetzwerke hat der Trojaner Zugang zu E-Mails und persönlichen Daten seiner anvisierten Ziele. Die E-Mails, die man erhält, können daher sehr echt wirken, gar mit einem angehängten Teil einer vorangegangenen Kommunikation.

Klicken Sie NICHT ohne genaue Prüfung auf eingebettete Links oder den Anhang.

Sogar den renommierten IT-Verlag Heise hat es dieses Jahr getroffen:

Der Emotet-Befall bei Heise hat Schäden von weit über 50.000 Euro verursacht. Dabei hat der harte Shutdown des Internet-Zugangs das Schlimmste – also das Verschlüsseln wichtiger Daten mit anschließender Lösegeldforderung – sogar noch verhindert.
(https://www.heise.de/security/meldung/Emotet-bei-Heise-Schaeden-von-weit-ueber-50-000-Euro-4444155.html)

Der neueste Trick ist ein Bezug zu FridaysForFuture.

E-Mails mit dem Betreff „Unterstützen Sie Greta Thunberg – Zeitmensch des Jahres 2019“ (oder ähnlich) haben im Anhang den Trojaner. Zu allem Überfluß werden die Empfänger noch aufgefordert, die E-Mail (wegen der guten Sache und Weihnachten etc.) weiterzuleiten.

Mehr Informationen finden Sie hier bei Heise: https://www.heise.de/suche/?q=emotet&rm=search&sort_by=date&channel=security

Am Erfolg dieser Methoden zeigt sich erneut, wie notwendig eine grundlegende digitale Aufklärung ist. Das Bildungswesen kann offenbar mit der Entwicklung nicht Schritt halten. Dass zum Beispiel in fast allen kaufmännischen Ausbildungen die EDV noch immer nicht zu den Prüfungsfächern gehört, spricht Bände.